7 Days ago… Ankunft in Peru

Vor genau sieben Tagen stand ich in einem vollkommen chaotischen Zimmer mit zwei leeren Koffern. Ich zermarterte mir das Hirn darüber, welche Gegenstände denn am sinnvollsten mitzunehmen waren. Eins kann ich sagen, für ein ganzes Jahr zu packen ist überhaupt nicht leicht, besonders, wenn das Gepäck eine Gewichtsobergrenze hat. Noch weniger durchdacht ist es, sich erst am Tag vor Abflug darüber Gedanken zu machen. So dauerte das Packen auch tatsächlich den ganzen Tag bis in die Nacht hinein. Es musste eine Menge aussortiert und umgepackt werden.

Ankunft in Peru – Aller Anfang ist schwer

Jetzt, einen Flug und sechs ereignisreiche Tage später, bin ich immer noch in einem Zimmer, nur dass es dem Wort chaotisch eine völlig neue Dimension verleiht. Fast am anderen Ende der Welt ist mein Hirn inzwischen jeden Abend komplett überfordert von den ganzen Informationen, die auf es einprasseln. Was eigentlich schlimmer klingt als es ist. Im Prinzip ist man einfach nur sehr erschöpft und verliert jegliches Zeitgefühl. Keiner von uns fühlt sich hier so als wären wir noch nicht einmal eine Woche hier.

Ich sage „uns“ und „wir“ weil ich hier ja nicht alleine, sondern eigentlich die ganze Zeit mit meinen 10 Mitvolontären in Peru unterwegs bin. Momentan wohnen wir auch noch alle zusammen in der Hauptstelle des CVJM1 in Lima (in Pueblo libre). Wir acht Mädels in einem Raum, in dem wir irgendwie mit Doppelbetten und jeweils einem Koffer Platz finden (daher das Chaos) und die drei Jungs, auch in einem Raum für Acht mit unseren zweiten Koffern und ihren eigenen jeweils Zweien.2 Um uns herum im 2. Stock sind mehrere Sportsaale in denen es von 6-22Uhr Action gibt und es gibt eine Tür direkt zu den Räumlichkeiten der Schule, die direkt an den CVJM angeschlossen ist. Ansonsten gibt es auf dem Grundstück noch drei große überdachte Sportplätze und ein Schwimmbad, nur um einen groben Eindruck von der Größe dieses Komplexes zu vermitteln.

Kennenlernen der Umgebung

Oliver Mally lebt seit 2013 in Peru und ist unter anderem für die deutschen Volontäre zuständig. Mit seiner Hilfe lernen wir nach und nach die Umgebung, verschiedene Projekte und Gruppen kennen. Bis jetzt waren wir beispielsweise schon:

  • in einer Schule in Rimac, einem der ärmeren Viertel Limas,
  • bei „Alpha“, einer Gruppe  für Jugendliche von 13 bis 18 Jahren
  • und „Hope“, einer Gruppe  für junge Erwachsene ab 18 Jahren, bei der wir ab jetzt jede Woche als Teilnehmer mitwirken können.

Gestern gab es ein Willkommensmittagessen mit ein paar führenden Persönlichkeiten, unter anderem dem Direktor (Presidente) des CVJM Lima. Heute fand ein Kinder-Bibel-Tag statt, bei dem wir trotz teilweise eher mangelnden Spanischkenntnissen assistieren durften. Später am Abend werden wir noch mit einigen Peruanern, die uns teilweise schon Mittwoch durch Lima geführt hatten, und Olli zu einem Park mit bekannten Wasser- und Lichtspielen gehen.

Ich freue mich schon euch davon  und mehr berichten zu können!

Bis dahin liebe Grüße und ¡hasta luego!3

Eure Cora

1)CVJM – Christlicher Verein Junger Menschen  sp.: AJC  eng.: YMCA →umgangssprachlich „Y“ o.a. „la Y“

Mit diesen Bezeichnungen kann sowohl der Verein als Organisation als auch das Gebäude gemeint sein.

2) Bei denen sieht es irgendwie um einiges ordentlicher aus.

3) Bis bald!

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